Das Problem
Bei mehr als 70.000 Menschen werden jährlich in Deutschland Amputationen an den Extremitäten vorgenommen, die Mehrheit infolge einer pAVK.2

Ca. 80% der Fußamputationen in Folge eines Diabetes sind vermeidbar,3 wenn die Risiken früh erkannt und die Patient:innen rechtzeitig an entsprechende Fachärzt:innen überwiesen werden.
Weltweit leiden mehr als 200 Millionen Menschen an einer peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (pAVK)1, bei der meist die unteren Gliedmaßen nicht mehr ausreichend mit Blut versorgt werden. Wird die Erkrankung nicht rechtzeitig entdeckt, kann dies zu einer Amputation führen. Eine Amputation ist mit großen Risiken und einer hohen Sterblichkeit verbunden. Hinzu kommen die physischen und psychischen Herausforderungen im Alltag - für die Betroffenen ebenso wie für ihre Angehörigen.
Ein häufiger Risikofaktor für eine Amputation ist Diabetes.
Besonders alarmierend: Eine Vielzahl der Amputationen könnte verhindert werden.
Abbott möchte mit seiner Kampagne dazu beitragen, vermeidbare Amputationen zu verhindern und die Lebensqualität von Patient:innen und ihren Angehörigen zu verbessern.
Prof. Dr. Nasser Malyar, Leiter der Sektion Angiologie an der Universitätsklinik Münster
Unterstützt wird die Kampagne von Prof. Dr. Nasser Malyar, Leiter der Sektion Angiologie an der Universitätsklinik Münster. „Amputationen sind mit erheblichen Risiken wie einer hohen Sterblichkeit nach dem Eingriff, dem Verlust von Mobilität und Selbstständigkeit und psychosozialen Folgen wie Depressionen oder Isolation verbunden“, beschreibt Prof. Malyar die Situation. „Umso wichtiger ist deshalb eine flächendeckende Aufklärung über die Erkrankung pAVK und ihre Folgen.“
Die Dringlichkeit
Die Daten verdeutlichen den hohen Handlungsbedarf: Rund 4,5 Millionen Menschen leben allein in Deutschland mit einer peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (pAVK),4 Schätzungen gehen sogar davon aus, dass etwa 10 % der Bevölkerung betroffen sind.5 Aufgrund der alternden Bevölkerung und der Zunahme an Adipositas und Diabetes wird pAVK weltweit weiter an Bedeutung gewinnen.
Trotzdem ist das Wissen über pAVK und die damit verbundenen Gefahren nach wie vor gering. Hier ist dringend Aufklärung nötig.
Andrea Vogt-Bolm, Leiterin der Beratungseinrichtung Gemeinnütziges Institut AMPU VITA e. V. mit AMPU KIDS.
„Seit über 20 Jahren berate und begleite ich Menschen mit Amputationen – oft in einem Moment, in dem schon vieles verloren ist“, berichtet Andrea Vogt-Bolm, Leiterin der Beratungseinrichtung Gemeinnütziges Institut AMPU VITA e. V. mit AMPU KIDS. „Doch ich weiß auch: Es muss nicht so weit kommen. Diabetes und Durchblutungsstörungen sind keine Schicksalsschläge, sondern Herausforderungen, die wir meistern können – wenn wir früh genug handeln. Und eines ist sicher: Jede Amputation, die wir verhindern, ist ein Erfolg. Ein Gewinn für Mobilität, für Selbstständigkeit, für Lebensqualität“, so Vogt-Bolm weiter.
„Regelmäßige Fußkontrollen, aufmerksames Beobachten erster Warnsignale, konsequentes Eingreifen bevor es kritisch wird – das sind keine leeren Worte, sondern bewährte Wege. Mein Appell an alle Betroffenen, Angehörigen und Behandler: Lassen Sie uns gemeinsam handeln. Setzen wir auf Prävention, nicht auf Reparatur. Denn die beste Amputation ist die, die nie stattfinden muss.“
Besonders alarmierend ist die Sterblichkeit nach einer Amputation:
Berechnungen zufolge beträgt diese bei Patient:innen nach einer Unterschenkelamputation 30% innerhalb von zwei Jahren nach dem Eingriff.6 Es ist höchste Zeit zu handeln.
Schätzungen zu Folge leben allein in Deutschland 1/5 aller Erwachsenen mit Prädiabetes, das entspricht etwa 13 Millionen Menschen.7
Unser Beitrag
Mit „AmpuNation“ startet Abbott eine Kampagne, die Menschen mit pAVK sichtbar macht und ihre Geschichten in den Mittelpunkt stellt. Wir möchten durch Austausch, Aufmerksamkeit und neue Lösungsansätze dazu beitragen, die Zahl der Amputationen zu verringern und die Versorgungsqualität zu verbessern.
Im Fokus der Kampagne stehen 5 Menschen mit Amputationen, die ihre Geschichte erzählen und von Starfotograf Kristian Schuller porträtiert und in Szene gesetzt wurden.
„Ich freue mich, Teil der Awareness-Kampagne ’AmpuNation’ von Abbott zu sein! Es ist ein wichtiges und ernstes Thema. Die porträtierten Menschen begegnen ihrer Situation mit Offenheit und großer Stärke. Mir ist es ein großes Anliegen, mit meinen Bildern andere Menschen auf die Risiken und Gefahren aufmerksam zu machen“, beschreibt Fotograf Kristian Schuller seine Motivation, bei der Kampagne mitzuwirken.
Mit der Kampagne möchte Abbott ein starkes Zeichen für mehr Sichtbarkeit von pAVK setzen und die Stimmen von Patient:innen stärken. Zugleich setzen wir uns dafür ein, den Zugang zu Innovationen zu verbessern, die helfen können, Amputationen zu verhindern.
Fünf persönliche Geschichten zeigen, wie unterschiedlich die Wege der Betroffenen sind – und was sie verbindet.
Alle Geschichten entdecken
Hinter den Kulissen
Quellen:
- Fowkes, FGR et al. Comparison of global estimates of prevalence and risk factors for peripheral artery disease in 2000 and 2010: a systematic review and analysis. Lancet 2013; 382(9901): 1329-1340. DOI: 10.1016/S0140-6736(13)61249-0.
- Walter N et al. Lower Limb Amputation Rates in Germany. Medicina 2022; 58: 101. DOI: 10.3390/medicina58010101.
- https://www.medical-tribune.de/politik/versorgung/kampagne-raet-zur-zweitmeinung?utm_source=chatgpt.com
- Langhoff R et al. Curriculum Interventionelle Therapie der arteriellen Gefäßerkrankungen. Kardiologe 2022; 16: 164-177. DOI: 10.1007/s12181-021-00520-6.
- Deutsche Gesellschaft für Angiologie – Gesellschaft für Gefäßmedizin e.V.: S3-Leitlinie zur Diagnostik, Therapie und Nachsorge der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit. AWMF-Register-Nr. 065/003, Version 4.3 vom 27.11.2024. Website: https://register.awmf.org/assets/guidelines/065-003l_S3_Diagnostik-Therapie-Nachsorge-periphere-arterielle-Verschlusskrankheit_2024-11_2.pdf [Zugriff: 16.07.2025].
- Norgren L et al. Inter-society consensus for the management of peripheral arterial disease (TASC II). J Vasc Surg 2007; 45: 5-67. DOI: 10.1016/j.jvs.2006.12.037
- WHO. Diabetes. https://www.who.int/europe/news-room/fact-sheets/item/diabetes.
